Lagerhaltung mit System
Ein neues Lager muss eingerichtet werden. Das ist auf den ersten Blick zunächst einmal nicht besonders kompliziert: Regale aufstellen, Ware einräumen, fertig. Viele Betriebe merken allerdings schnell, dass ihr Plan in der Praxis Tücken aufweisen kann. Dann müssen sie in ein paar Monaten wieder alles umräumen, weil die Abläufe nicht richtig funktionieren.
Häufig kommt es zu Fehlkäufen, weil man es nicht besser weiß, oder weil man das ein oder andere Regalsystem bereits aus einem anderen Betrieb kennt und für gut befunden hat. Dann landen beispielsweise schwere Paletten in Systemen, die dafür gar nicht ausgelegt sind, oder kleine Teile werden in riesigen Regalen verstaut, wo man sie später kaum wiederfindet. Das alles kostet am Ende nicht nur die Nerven, sondern natürlich auch Zeit und Geld.
Für Betriebe, die regelmäßig mit Paletten arbeiten, ganz gleich, ob Baumaterial, Großgebinde oder Maschinenteile, bieten Palettenregale die optimale Lösung. Sie ermöglichen dem Stapler den Zugriff auf jede einzelne Ebene, sind für besonders schwere Lasten ausgelegt und halten den Boden frei.
Was ein gut organisiertes Lager ausmacht
Nicht jeder Betrieb lagert dasselbe, darum gibt es Unterschiede in den Lagern. Ein Produktionsbetrieb mit täglich wechselndem Materialbedarf hat andere Anforderungen als ein Großhändler mit konstantem Sortiment. Es kann vorkommen, dass in einem Betrieb an einem Tag ganz andere Maße als am Vortag geliefert werden, während in anderen Lagern die Paletten stets am gleichen Platz stehen.
Entscheidend ist, womit täglich gearbeitet wird: Werden ganze Paletten mit dem Stapler bewegt, oder befüllt und leert man die Regale mit der Hand? Lagert man schwere Einzelteile oder viele kleine Einheiten? Vielleicht will man sich auch die Option offenhalten, dass das System mitwächst, falls das Sortiment eines Tages mal größer wird.
All dies sollte konkret durchdacht werden, wenn man für seinen Betrieb das passende System finden möchte.
Palettenregale auch für kleinere Betriebe
Viele kleinere Betriebe haben zunächst einmal Bedenken bei Palettenregalen, weil sie sie für überdimensioniert halten. Allerdings ist das nicht ganz richtig. Modulare Systeme lassen sich bereits ab wenigen Stellplätzen sinnvoll einsetzen und sind gleichzeitig flexibel, um später erweitert zu werden, wenn das Lager wächst. Viele Anbieter bieten für die optimale Kombination Online-Konfiguratoren, mit denen man das passende System selbst planen kann. Es muss nicht extra ein Lagerplaner von auswärts dafür kommen. Wenn man zum Beispiel regelmäßig mit dem Gabelstapler arbeitet, ist ein gut durchdachtes Palettenregal die perfekte Lösung.
Fachbodenregale für kleinteilige Ware
Nicht alles kommt auf Paletten ins Lager. Wenn es um Kleinteile, Werkzeug und Verbrauchsmaterial geht, sind Fachbodenregale wesentlich besser geeignet. Sie sind günstig, schnell aufgebaut und eignen sich vor allem für Betriebe, die von Hand arbeiten. Der Unterschied zu Palettenregalen ist ganz klar die Tragkraft: Fachbodenregale sind nicht für schwere Lasten gebaut. Man kann natürlich auch gut beide Systeme miteinander kombinieren.
Regelmäßige Kontrolle gehört dazu
Auch Regalsysteme müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gewartet werden. Man sollte sie auf eventuelle Verformungen und Beschädigungen überprüfen. So etwas ist theoretisch immer möglich, wenn zum Beispiel die Traglasten nicht eingehalten worden sind. Wenn ein Regal seit Jahren problemlos funktioniert, bedeutet das nicht automatisch, dass es nicht irgendwann Mängel aufweisen kann. Die Regalkontrolle kann man auch gut mit anderen Wartungsarbeiten als feste Routine im Kalender eintragen. So bleibt das Lager nicht nur ordentlich, sondern auch sicher.

