Dienstag , 17. Mai 2022

Starke Marken entwickeln: Wie auch KMUs im E-Commerce überzeugen können

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Bild: Pexels, Mart Production

Schon ein Blick auf die Umsatzentwicklung zeigt, dass die Relevanz von E-Commerce seit Jahren steigt. Allein für 2022 erwarten Experten weltweite Umsätze von 3,3 Billionen Euro, 2025 sollen es sogar 4,6 Billionen Euro sein. Einen nicht unwesentlichen Teil dieser Summen generieren große Online-Händler. Allerdings ist es notwendig, dass sich auch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) im Online-Handel platzieren, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen.

Bedeutung von E-Commerce in Deutschland nimmt zu

Bisher gilt Großbritannien als Marktführer in Sachen E-Commerce und erwirtschaftete 2020 an die 20 Prozent der insgesamt 520 Milliarden Euro. Dicht dahinter folgte mit 19 Prozent Deutschland. Laut einer Studie (Digital Market Outlook 2022) wird Deutschland bis zum Jahr 2025 den Spitzenplatz von Großbritannien übernehmen. Der europäische Umsatz im Online-Handel wird auf 1,16 Billionen Euro steigen.

Glaubt man diesen Voraussagen erfahrener Statistiker, ist für ganz Europa und damit auch für Deutschland ein stetiges Wachstum von etwa 20 Prozent im Bereich E-Commerce zu erwarten.

Ursachen für das Übergewicht an großen Online-Händlern

Schaut man sich den Online-Handel an, fällt auf, dass es vor allem die großen Plattformen bzw. große Ketten sind, die sich und ihre Produkte präsentieren. Kleine und mittelständische Unternehmen tauchen noch zu selten auf. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Oft fehlt die notwendige Expertise im Bereich Online-Shop-Entwicklung und neue Shops werden z. B. ohne vorherige Analyse des starken Marktumfeldes errichtet.

Aus einer grundsätzlich guten Idee wird nicht immer das Maximum herausgeholt. Ein Grund sind häufig auch fehlende Fachkenntnisse hinsichtlich der zu findenden Nische oder der zu identifizierenden Zielgruppe. Auch verstehen noch immer zu wenige Online-Händler schon den von ihnen gelaunchten Shop als Marke, denn er ist schließlich das Basiselement im E-Commerce.

Um eine größere Zahl an Kunden zu gewinnen, ist es notwendig, sich auf möglichst vielen Märkten zu etablieren. Daher ist auch die Internationalisierung wichtig. Jedes neue Land bedeutet einen erschließbaren Markt.

Kleine und mittelständische Unternehmen verfügen sehr häufig nicht über die Ressourcen, um alle diese Notwendigkeiten in die Realität umzusetzen. Deshalb sind Experten nötig, die sich im besagten Umfeld auskennen und Lösungen für ein erfolgreiches E-Commerce Konzept anbieten.

Experten für erfolgreiche Markenentwicklung im E-Commerce

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© Alexander Friedhoff, CEO & Gründer von Etaily

Ein Beispiel für einen solchen E-Commerce Enabler ist das erst vor zwei Jahren gegründete Unternehmen Etaily mit Hauptsitz auf den Philippinen. Alexander Friedhoff erläutert die Bedeutung eines E-Commerce Enablers für die Region Südostasien: „Um die über 200 Millionen Online-Käufer in der Region zu erreichen und anzusprechen, investieren Marken und Einzelhändler zunehmend in E-Commerce-Anbieter, insbesondere in solche, die sich auf Marktplätze und D2C-Entwicklungen (Direct-to-Consumer) konzentrieren. Die größte Herausforderung dabei ist, dass das Wachstum so schnell ist, dass die Einzelhändler ihre internen Kapazitäten nicht an die erforderliche Schnelligkeit anpassen können.“

Eine sogenannte One-Stop-Lösung unterstützt Kunden dabei, auf einem immer schnelllebigeren und wettbewerbsintensiven E-Commerce-Markt nicht zu scheitern. Diese One-Stop-Lösung konzentriert sich darauf, die Marke und den Vertrieb neu entwickelter oder bereits erfolgreicher Marken schnellstmöglich auszubauen, zu verwalten und zu skalieren, im Falle von Etaily hauptsächlich auf den Philippinen und in Südostasien. Um über den Fortschritt informiert zu bleiben, erhalten Kunden Analysedaten. Damit dabei sämtliche Bereiche abgedeckt werden, kommt ein spezielles End-to-End-Management zur Anwendung, mit dem sich folgende Prozesse steuern und kontrollieren lassen:

  • Warehousing und Fulfillment
  • Channel-Management
  • Marketing-Services

Das Unternehmen, das sich als E-Commerce Enabler und Haus digitaler Marken versteht, entwickelt zwar auch eigene Marken, im Mittelpunkt steht aber die Marken-Entwicklung für Kunden. Weil manche Kunden zwar eine Marke auf den Markt bringen möchten, aber nicht genau wissen, wie diese aussehen könnte, übernimmt ein E-Commerce Enabler alle Arbeitsschritte, von der Ideenentwicklung bis zur fertigen Marke. Auch der Launch, das Marketing sowie die Skalierung sind Teil der Dienstleistungen. Hier ist ein ganz eigenes Ökosystem entlang der Customer Journey entstanden.

Das Unternehmen legt seinen Schwerpunkt auf den vielversprechenden Markt in Südostasien, der aufgrund der Affinität der potenziellen Kunden zum Online-Handel als Milliardenmarkt der Zukunft gesehen wird. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen in Sachen Wachstum auf allen bedeutenden E-Commerce-Plattformen Südostasiens (z. B. Shopee, Lazada und Zaloram) zu unterstützen.

Trends im Bereich E-Commerce

Immer häufiger tauchen in der Branche Begriffe wie Social Commerce und Omni-Channel bzw. Multi-Channel auf. Unter Social Commerce versteht man die Verbindung von sozialen Netzwerken und dem E-Commerce. Als Multi-Channel oder Omni-Channel beschreiben Experten eine Kommunikations- und Vertriebsstrategie, bei der sich Unternehmen aller verfügbarer Kanäle bedienen, um Werbung zu betreiben und ihre Marken für Kunden zugänglich zu machen. Diese auf die sozialen Netzwerke zielenden Trends sind auch für deutsche Marken interessant, denn sie schaffen Verbindungen zu einer wachsenden Zahl von Kunden und auch zu internationalen Märkten.

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