Drittes Quartal 2026: Starkes KfW-Förderjahr setzt sich fort
Frankfurt am Main (ots) –
– Neuzusagen im inländischen Fördergeschäft mit 57,0 Milliarden Euro auf sehr hohem Niveau – Weiterhin großes Interesse an Mittelstandsförderung für Innovation, Klima, Umwelt sowie an Förderung effizienter Gebäude
– Ökonomisches Ergebnis mit 2.032 Millionen Euro sehr deutlich über dem Vorjahreswert – Konzernergebnis in Höhe von 1.399 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum
– Stefan Wintels: „Die KfW zeigt eine starke Performance und wir setzen unsere finanzielle Stärke gezielt ein, um Wirtschaft und Gesellschaft wirksam zu unterstützen“
Die KfW Bankengruppe hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihre Zusagen für originäres Fördergeschäft um 26,5 Milliarden Euro (rund 43 Prozent) erhöht. Damit setzt sich ein starkes Förderjahr fort: Die gewährten Finanzierungen erreichten mit 87,9 Milliarden Euro ein Rekordniveau (01-09/2025: 61,4 Milliarden Euro). Hierzu trugen alle Geschäftsfelder bei.
Die inländische Förderung entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf stark dynamisch: Das Zusagevolumen lag bei 57,0 Milliarden Euro und damit rund 39 Prozent über dem Vorjahreswert (01-09/2025: 40,9 Milliarden Euro). Die hohe Nachfrage erstreckte sich über die gesamte Produktpalette der Gebäudeförderung – einschließlich der Heizungsförderung. Zugleich waren im Mittelstandssegment Klimaschutz- und Umwelt– als auch Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben besonders gefragt. KfW Capital sagte 631 Millionen Euro zu und steigerte damit die Zusagen der Fondsinvestments um 72 Prozent (01-09/2025: 366 Millionen Euro).
„Die erfreulich positive Dynamik unseres Fördergeschäfts zeigt, dass in Deutschland verstärkt investiert wird. Die KfW unterstützt Unternehmen und private Haushalte zum Beispiel dabei, in Innovationen sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung zu investieren. Mit attraktiven Förderangeboten und neuen Instrumenten wie dem Deutschlandfonds wollen wir noch mehr Investitionen stimulieren und privates Kapital für die Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands mobilisieren“, sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW.
Ebenso stieg das Neugeschäft in der Export- und Projektfinanzierung deutlich: Es erreichte 24,8 Milliarden Euro und übertraf den Vorjahreswert deutlich (01-09/2025: 16,0 Milliarden Euro). Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere großvolumige Geschäftsabschlüsse. Bei der KfW Entwicklungsbank fielen die Zusagen mit 5 Milliarden Euro ebenfalls beträchtlich höher aus als im Vorjahr (01-09/2025: 3,7 Milliarden Euro). Der überwiegende Anteil erfolgte dabei aus Eigenmitteln der KfW und diente der Stärkung geopolitischer Interessen Deutschlands. Auch die DEG übertraf ihr Vorjahresergebnis: Sie sagte 1,9 Milliarden Euro zu und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (01-09/2025: 0,9 Milliarden Euro).
In den ersten drei Quartalen 2026 erzielte der KfW-Konzern ein ökonomisches Ergebnis (Konzerngewinn vor IFRS-Effekten, Förderaufwand und Steuern) in Höhe von 2.032 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (01-09/2025: 1.364 Millionen Euro). Der Konzerngewinn belief sich auf 1.399 Millionen Euro und übertraf damit das Vorjahr um mehr als das Doppelte (01-09/2025: 647 Millionen Euro).
Der Förderaufwand im Inlandsgeschäft – also der Einsatz eigener Mittel, um die Konditionen der Förderung zu verbessern – lag mit 332 Millionen Euro leicht über dem bereits hohen Vorjahresniveau (01-09/2025: 325 Millionen Euro). Hierdurch konnte das durch Eigenmittel verbilligte Fördervolumen um rund 17 Prozent auf 17,9 Milliarden EUR ausgeweitet werden. Schwerpunkte lagen in der Förderung von Gründung und Unternehmensinvestitionen, Innovation, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
„Das ökonomische Ergebnis in Höhe von 2 Milliarden Euro ist sehr erfreulich. Wir stärken damit unsere Finanzkraft und unsere Fähigkeit, in Deutschland Unternehmen, Kommunen und Privathaushalte mit besseren Konditionen zu fördern. Eine starke Kapitalbasis schafft zusätzlichen Spielraum, um über unsere Bilanz weitere Investitionen zu unterstützen – gerade in einer Zeit des Aufbruchs“, sagte Wintels.
Das operative Ergebnis (Betriebsergebnis vor Bewertungen und Förderaufwand) lag mit 1.653 Millionen Euro rund 200 Millionen Euro über dem Vorjahr (01-09/2025: 1.456 Millionen Euro). Diese positive Entwicklung resultierte vor allem aus dem Zinsüberschuss (vor Förderaufwand), der mit 2.371 Millionen Euro den Vorjahreswert um rund 10 Prozent übertraf (01-09/2025: 2.174 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss (vor Förderaufwand), der vor allem die Vergütung von Förderaktivitäten im Auftrag des Bundes umfasst, lag mit 513 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau (01-09/2025: 498 Millionen Euro). Der Verwaltungsaufwand (vor Förderaufwand) konnte mit 1.230 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden (01-09/2025: 1.217 Millionen Euro).
Das weiterhin moderate Ergebnis aus der Kreditrisikovorsorge in Höhe von minus 69 Millionen Euro (01-09/2025: minus 130 Millionen Euro) resultierte überwiegend aus Zuführungen zur pauschalen Kreditrisikovorsorge im Geschäftsfeld der Export- und Projektfinanzierung. Gegenläufig wirkten Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen, primär aus dem Studienkredit.
Das Bewertungsergebnis aus dem Beteiligungsportfolio in Höhe von 382 Millionen Euro (01-09/2025: 189 Millionen Euro) ist vor allem auf KfW Capital zurückzuführen. KfW Capital setzte mit 212 Millionen Euro den positiven Trend in der Venture-Capital-Finanzierung fort. Die Geschäftsfelder DEG mit 104 Millionen Euro und KfW Entwicklungsbank mit 47 Millionen Euro erwirtschafteten ebenfalls einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag.
Das Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung (vor IFRS-Effekten) betrug 30 Millionen Euro (01-09/2025: minus 170 Millionen Euro). Hierin enthalten sind die in Fremdwährung gehaltenen DEG-Beteiligungen und deren Teilabsicherung.
Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 154 Millionen Euro (01-09/2025: 116 Millionen Euro). Rein IFRS-bedingte Bewertungseffekte aus Derivaten, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, belasteten das Ergebnis mit 146 Millionen Euro (01-09/2025: minus 277 Millionen Euro).
Die Bilanzsumme lag mit 546,0 Milliarden Euro um 5,3 Milliarden Euro über dem Wert Ende 2025 (540,7 Milliarden Euro). Diese Entwicklung ergab sich vor allem durch einen Anstieg des Nettokreditvolumens.
Mit einer Gesamtkapitalquote sowie einer (harten) Kernkapitalquote von jeweils 27,5 Prozent lagen die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten weiterhin auf einem sehr guten Niveau (30.06.2026: 28,1 Prozent). Der Rückgang der Eigenkapitalquoten ergab sich im Wesentlichen aus einem neugeschäftsbedingten Anstieg des Gesamtrisikobetrags.
Die Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen
1. Mittelstandsbank und Private Kunden
Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden übertraf das Fördervolumen per 30. September 2026 mit 48,5 Milliarden Euro den Vorjahreswert um 47 Prozent (01-09/2025: 32,9 Milliarden Euro).
Mittelstandsbank
In der Mittelstandsbank wurden den ersten neun Monaten Förderkredite in Höhe von 22,9 Milliarden Euro zugesagt (01-09/2025: 16,2 Milliarden Euro).
Im Förderschwerpunkt Gründung und Unternehmensinvestitionen lag das Neugeschäft mit 5,6 Milliarden Euro moderat über dem Vorjahresniveau (01-09/2025: 5,0 Milliarden Euro).
Besonders hoch blieb die Nachfrage weiterhin im Bereich Klimawandel und Umwelt. Hier wurden in den ersten drei Quartalen 14,9 Milliarden Euro zugesagt. Damit wurde das Vorjahresergebnis um fast 6 Milliarden Euro übertroffen (01-09/2025: 9,1 Milliarden Euro). Maßgeblich war insbesondere das Programm „Erneuerbare Energien – Standard“, das weiterhin vom positiven Marktumfeld für Onshore-Windenergie profitierte. (10,0 Milliarden Euro; 01-09/2025: 6,7 Milliarden Euro). Die Nachfrage im Programm „Klimaschutzoffensive für Unternehmen“ übertraf mit 2,4 Milliarden Euro erheblich das Vorjahresniveau (01-09/2025: 0,4 Milliarden Euro).
Die Digitalisierungs- und Innovationsfinanzierung entwickelte sich insbesondere im dritten Quartal positiv. Das Neugeschäft lag zum 30. September 2026 mit 2,4 Milliarden Euro über dem Vorjahresniveau (01-09/2025: 2,0 Milliarden Euro).
Private Kunden
Auch im Segment Private Kunden blieb die Nachfrage nach Förderprodukten hoch. Das Neuzusagevolumen lag mit 25,6 Milliarden Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (01-09/2025: 16,8 Milliarden Euro).
Im Förderschwerpunkt Energieeffizienz und Erneuerbare Energien wurden Mittel in Höhe von 20,3 Milliarden Euro zugesagt. Damit wurde der Vorjahreswert nahezu verdoppelt (01-09/2025: 11,0 Milliarden Euro). Der Anstieg ist zum einen auf das große Kundeninteresse im Programm „Klimafreundlicher Neubau“ zurückzuführen, in dem 8,2 Milliarden Euro zugesagt wurden (01-09/2025: 2,6 Milliarden Euro). Dazu trug auch die Fortführung der Ende Dezember 2025 aufgelegten Förderung des Energieeffizienzstandard 55 bei. Zum anderen blieb die Nachfrage in der Bundesförderung für effiziente Gebäude einschließlich Heizungsförderung hoch. Die Neuzusagen lagen mit 10,7 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert (01-09/2025: 8,1 Milliarden Euro).
Leicht rückläufig waren hingegen die Zusagen im Bereich Wohnen und Leben mit 4,2 Milliarden Euro (01-09/2025: 4,6 Milliarden Euro). Auch im Bereich Bildung lagen die Neuzusagen mit rund 1,1 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (01-09/2025: 1,2 Milliarden Euro).
2. Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden
Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielte zum Ende des dritten Quartals 2026 ein Zusagevolumen von rund 7,8 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert (01-09/2025: 7,6 Milliarden Euro).
Im Segment der kommunalen und sozialen Infrastruktur wurden 4,6 Milliarden Euro zugesagt (01-09/2025: 5,0 Milliarden Euro). Im Vorjahreswert waren allerdings noch rund 0,7 Milliarden Euro für inzwischen ausgelaufene Sonderfinanzierungen enthalten. Die steigende Zusageentwicklung im Kerngeschäft ist maßgeblich auf große Einzelzusagen in der bankdurchgeleiteten Basisförderung mit Schwerpunkt Energieinfrastruktur sowie im Investitionskredit Digitale Infrastruktur zurückzuführen.
Die Individualfinanzierung Unternehmen erreichte im Berichtszeitraum ein Zusagevolumen von 667 Millionen Euro. Insbesondere infolge eines großvolumigen Engagements im Konsortialkredit Nachhaltige Transformation und weiterer Konsortialkreditprogramme wurde das Vorjahresergebnis übertroffen (01-09/2025: 281 Millionen Euro).
Auch die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute übertraf mit einem Geschäftsvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro den Vorjahreswert (01-09/2025: 2,3 Milliarden Euro). Zu diesem Anstieg trugen sowohl die Allgemeine Refinanzierung für Landesförderinstitute als auch die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen über Globaldarlehen Leasing bei.
3. KfW Capital
Im Geschäftsfeld KfW Capital war auch im dritten Quartal ein deutlicher Anstieg der Zusagen im Vergleich zum Vorjahr sichtbar: Bis Ende September beliefen sich die Zusagen auf rund 631 Millionen Euro (01-09/2025: rund 366 Millionen Euro). Treiber waren unter anderem die Zusagen des Zukunftsfonds des Bundes in Höhe von 207 Millionen Euro, die KfW Capital treuhänderisch im Auftrag des Europäischen Investitionsfonds (EIF) verwaltet. Hinzu kamen Zusagen der ERP-VC-Fondsinvestments (European-Recovery-Program Venture-Capital-Fondsinvestments) in Höhe von 157 Millionen Euro (01-09/2025: rund 105 Millionen Euro), die KfW Capital im Eigenrisiko in europäische VC-Fonds mit Deutschlandfokus tätigte. Darüber hinaus trugen die im Rahmen des Deutschlandfonds durchgeführten und darin zur VC-Säule zählenden Programme zusätzlich zum Anstieg bei: Das erst im Dezember 2025 gestartete Scale-up-Direct-Programm, verzeichnete Investmentzusagen von rund 91 Millionen Euro über sogenannte Co-Investments in fünf Start-ups. Über das Programm „Tech-Fondsinvest“ wurden Investments in Höhe von rund 175 Millionen Euro zugesagt. Die Investmentpipeline für VC-Fondinvestments und Co-Investments ist bis zum Jahresende gut gefüllt.
Der Wachstumsfonds Deutschland, bei dem KfW Capital als Anlageberater agiert, schloss zum Ende des dritten Quartals seine Investmentperiode erfolgreich ab. Der 2023 gestartete Fonds sagte innerhalb von knapp vier Jahren ein Fondsvolumen von über einer Milliarde Euro für 46 VC-Fonds und fünf Scale-ups (über Co-Investments) zu.
4. KfW IPEX-Bank
Die KfW IPEX-Bank verantwortet das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung und stellt Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer Unternehmen auf globalen Märkten bereit. Sie setzte ihr erfolgreiches Geschäftsjahr weiter fort. Die Neuzusagen lagen zum Ende des dritten Quartals mit 24,8 Milliarden Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (01-09/2025: 16,0 Milliarden Euro).
Besonders erfreulich ist, dass alle Geschäftssparten zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Hervorzuheben sind die Neuzusagen in den Bereichen „Mobility“ mit 9,7 Milliarden Euro, „Energy“ mit 6,2 Milliarden Euro sowie „Industries and Commerce“ mit 5,3 Milliarden Euro. Alle drei Bereiche setzten damit wichtige Wachstumsimpulse für die deutsche und europäische Wirtschaft. Finanziert wurden beispielsweise die Modernisierung des Stromnetzes in Berlin, zusätzliche Investitionen der Rheinbahn in die Infrastruktur des öffentlichen Personennachverkehrs in Düsseldorf sowie belgische Exporte nach Kasachstan gemeinsam mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und einem internationalen Bankenkonsortium.
5. Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer
KfW Entwicklungsbank
Das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank sagte insgesamt neue Finanzierungen in Höhe von 5 Milliarden Euro zu (01-09/2025: 3,7 Milliarden Euro). Den überwiegenden Anteil – 3,4 Milliarden Euro (68 Prozent) – refinanzierte die KfW über den Kapitalmarkt und nicht aus Mitteln des Bundeshaushalts. Die größte Einzelzusage im dritten Quartal war ein Darlehen in Höhe von 250 Millionen Euro für den Ukraine Energy Support Fund. Mit den Mitteln werden akute Reparaturen an der Energie- und Wärmeversorgung finanziert. Dies trägt zur Sicherung der Energie- und Wärmeversorgung der Bevölkerung trotz anhaltender russischer Angriffe bei. Auftraggeber hierbei ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das aktive Portfolio in der Ukraine umfasst 1,6 Milliarden Euro.
Ein besonderer Meilenstein im September war die Eröffnung des Deutschen Hauses mit Büros von GIZ und KfW in Damaskus. Seit dem Regimewechsel unterstützt die KfW im Auftrag der Bundesregierung nun den Wiederaufbau und die Stabilisierung Syriens.
DEG
Die DEG baute im dritten Quartal ihre Fördertätigkeit aus und setzte ihren Wachstumskurs fort: Bis 30. September 2026 sagte sie für Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern Eigenmittelfinanzierungen in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro zu – ein neuer Rekordwert (01-09/2025: 0,9 Milliarden Euro). Mit ihren Finanzierungs- und Beratungsleistungen setzte sie erneut wichtige Impulse für wirtschaftliche Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Neben Finanzierungen für Banken und Finanzdienstleister, die etwa für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen bestimmt sind, standen Investitionen in erneuerbare Energien im Fokus. So sagte die DEG kürzlich mehr als 120 Millionen Euro für zwei Windkraftvorhaben in Ägypten zu. In beiden Anlagen kommen Maschinen und Technik deutscher Unternehmen zum Einsatz.
Die regionale Verteilung der Neuzusagen aus Eigenmitteln verdeutlicht die breite Aufstellung der DEG: 654 Millionen Euro entfielen auf Unternehmen in Lateinamerika, 505 Millionen Euro auf Afrika und 420 Millionen Euro auf Asien. Für Investitionen in Europa und Kaukasus stellte die DEG 250 Millionen Euro bereit; weitere 50 Millionen Euro gingen an überregionale Vorhaben.
6. Finanzmärkte
Von Januar bis September 2026 nahm die KfW zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts 82,1 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten auf (01-09/2025: 67,1 Milliarden Euro). Damit hat sie bereits die Mitte der Jahreszielspanne von 80 bis 85 Milliarden Euro erreicht.
Die Nettoerlöse aus Green Bonds beliefen sich in den ersten neun Monaten des Jahres auf mehr als 21 Milliarden Euro und lagen damit über dem Jahresziel von bis zu 15 Milliarden Euro.
Im Währungsmix blieb der Euro mit einem Anteil von 56 Prozent die wichtigste Währung der Kapitalmarktrefinanzierung. Der strategisch bedeutsame US-Dollar trug mit einem Volumen von umgerechnet 21 Milliarden Euro beziehungsweise etwa einem Viertel erneut maßgeblich bei. Darüber hinaus emittierte die KfW Anleihen in neun weiteren Währungen. Dazu zählte auch der Hongkong-Dollar: Mit einem Gegenwert von rund 3,2 Milliarden Euro und einem Anteil von 3,9 Prozent belegte er im Zeitraum von Januar bis September des laufenden Jahres – nach dem britischen Pfund – den vierten Platz im Währungsmix. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppelte sich das Volumen.
Im Zusammenhang mit der Anwendung von Distributed Ledger Technology (DLT) ist der Anspruch der KfW als Ermöglicherin und Wegbereiterin, die Entstehung einer skalierbaren europäischen DLT-Marktinfrastruktur zu etablieren und diese nachhaltig weiterzuentwickeln. Ein aktuelles Beispiel ist der Ende September durchgeführte Härtetest der dritten, im Juni 2026 emittierten Blockchain-basierten Anleihe der KfW: Dabei wurden erstmals in Deutschland während der Laufzeit eines Kryptowertpapiers nach dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) wesentliche Teile der Infrastruktur erfolgreich ausgetauscht, konkret der Registerführer sowie die zugrundeliegende Blockchain. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse leisten einen wertvollen Beitrag, um die Skalierbarkeit des DLT-Ökosystems weiter voranzubringen.
Eine tabellarische Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen finden Sie unter: Geschäfts- und Förderzahlen | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Pressematerial/Gesch%C3%A4fts-und-F%C3%B6rderzahlen/?redirect=77888)
KfW Geschäftsbericht online: Berichtsportal | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Berichtsportal/Berichtsportal.html?redirect=516608)
Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 – 9, 60325 Frankfurt
Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Sybille Bauernfeind,
Tel.: +49 69 7431 2038
sybille.bauernfeind@kfw.de, Internet: www.kfw.de
Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell
Quelle und Originalmeldung: Presseportal.de




