Freitag , 22. November 2019
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Was passiert mit dem eigenen Business nach einer Scheidung?

Eine Trennung von Ehepartnern zieht einige Fragen für die Zukunft nach sich. Um diesen gewachsen zu sein, muss der Liebeskummer zunächst einmal nachlassen. Manche Menschen ziehen sich vom Alltag komplett zurück. Andere sehen gute Chancen für einen Neuanfang und möchten in jedem Fall ihren Ex zurück.

Ist gemeinsamer Grundbesitz vorhanden, stellt sich die Frage, wie dieser sinnvoll aufgeteilt wird. Bei einem eigenen Business, das bisher von dem Paar gemeinsam betrieben wurde, ist es nicht ganz so einfach. Oftmals ist es aufgrund verletzter Gefühle, die Streitigkeiten nach sich ziehen, nicht mehr möglich, dass beide am gleichen Arbeitsplatz tätig sind. Auch wenn die Firma im Alleineigentum von einem der Partner steht und von diesem geführt wird, kann eine Scheidung die Besitzverhältnisse betreffen.

Im Scheidungsfall muss bei zu regelnden Geldangelegenheiten vor dem Familiengericht ein Anwalt hinzugezogen werden. Er steht den Betroffenen nicht nur in Kindes- und Unterhaltsangelegenheiten zur Seite, sondern auch in sämtlichen Vermögensfragen. Um eine Lösung für alle Beteiligten im Bereich der Firma zu finden, kann zudem die Einschaltung einer Unternehmensberatung hilfreich sein.

Im Falle der Scheidung kommt es bei der Verteilung der Firmenanteile auf den Güterstand an.
Bild von rawpixel auf Pixabay

Verteilung von Firmenanteilen im Fall einer Scheidung

Das Familienrecht hält nur selten eine eindeutige Antwort bereit. Die Gerichte treffen jeweils ihre Entscheidungen für die einzelnen Fälle. Grundsätzlich fällt bei der Verteilung von Firmenanteilen der Güterstand ins Gewicht. Unterschieden wird in

  • Zugewinngemeinschaft (gesetzlicher Güterstand),
  • Gütergemeinschaft und
  • Gütertrennung.

Zugewinngemeinschaft

Der gesetzliche Güterstand tritt automatisch ein, wenn die Ehepartner keine anderweitigen Vereinbarungen getroffen haben. Ist ein Partner Alleineigentümer eines Unternehmens, hat der Nichteigentümer keinen Anspruch auf Firmenanteile. Ist dieses in gemeinsamen Besitz, steht jedem Gatten die Hälfte zu. Möchte eine Seite die komplette Übernahme, kann diese in den meisten Fällen ausschließlich über eine Ausgleichszahlung an den ehemaligen Ehegatten erfolgen.

Gütergemeinschaft

Die Gütergemeinschaft beinhaltet unterschiedliche Arten der Vermögensmassen. Sie kann durch eine ausdrückliche Vereinbarung im Ehevertrag begründet werden. Es gibt sowohl das Sonder- und Vorbehalts- als auch das Gesamtgut beider Partner. Über ersteres kann ein Ehegatte frei verfügen, handelt es sich um Gegenstände, die ihrem Wesen nach nicht durch Rechtsgeschäfte übertragbar sind. Dazu gehören Rechte an einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit oder an einem Nießbrauch oder Anteile an einer Personengesellschaft. Grundsätzlich gilt, dass das gesamte Vermögen einschließlich eines Unternehmens oder Betriebes im gemeinsamen Besitz ist. Beide Partner haben Anspruch auf die Hälfte der Anteile, gleich wer die Firma gegründet hat.

Gütertrennung

Ist Gütertrennung vereinbart, bleibt der Vermögensbesitz beider Ehepartner voneinander getrennt. Sie können diesen weiterhin selbständig verwalten und frei darüber verfügen. Sicherheit für den Schutz vor Schaden an der eigenen Firma gibt es jedoch nicht. Es müssen zunächst die Eigentumsverhältnisse des Unternehmens betrachtet werden. Wurde es zusammen gegründet und steht im gemeinsamen Besitz, haben beide Seiten einen Anspruch auf die Firmenanteile. Es fallen automatisch verschiedene Posten aus der Gütertrennung, die dem gemeinschaftlichen Eigentum zugeordnet werden oder einer gemeinsamen Verpflichtung angehören. Ist während der Ehe die Übertragung eines Anteiles an den Partner beabsichtigt, sollte eine automatische Rückübertragung im Falle einer Scheidung festgelegt werden. Sonst bleibt das Miteigentum bestehen und eine Ausgleichszahlung wird fällig.

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