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Vorsorgen, statt das Nachsehen haben

Ein Großbrand entspricht dem Worst-Case-Szenario eines jeden Unternehmers. Versicherungen agieren rigoros, wenn es um die Einhaltung verpflichtender Standards bezüglich des Brandschutzes geht.

Die Ursachen für Brände sind vielfältig. Technische Defekte verursachen sie ebenso wie menschliches Fehlverhalten oder offenes Feuer und Rauchen. Dabei lassen sich bereits beim Bau präventive Maßnahmen einplanen, die im Zweifel das Schlimmste verhindern können.

Baulicher Brandschutz

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Bild von Myriams-Fotos auf Pixabay.

Eine Einhaltung der gebotenen Abstände zwischen den Gebäuden ist in der jeweiligen Landesbauverordnung gefordert. Weitere geforderte Maßnahmen zum Brandschutz hängen von der Gebäudeklasse ab und davon, ob es sich um einen Neubau oder ein Bestandsgebäude handelt. Eine Auflage kann beispielsweise die Errichtung einer Brandschutzwand sein.

Beim Bau von Photovoltaik-Anlagen ist auf einen ausreichenden Abstand zwischen den Modulen zu achten. Daher sollte die Realisierung einer solchen Anlage bereits zu Baubeginn in die Planung einfließen. Die Abstände verhindern Brände durch den Zündschnureffekt oder Blitzeinschläge. Die genauen Leitlinien werden unter anderem durch die Landesbauordnung (LBO), die Leitungsanlagenrichtlinie (LAR) und die Industriebaurichtlinie (IndBauRL) bestimmt.

Nur zugelassene Baustoffe dürfen verwendet werden. Sie sind nach DIN-Norm in unterschiedliche Baustoffklassen unterteilt. Eingesetzt werden dürfen nicht bis schwer brennbare Materialien wie Kies, Ziegel, Beton, Glasfaser oder Korkprodukte.

Beim Bauentwurf müssen die Vorgaben für geeignete Fluchtwege berücksichtigt werden. Eine Notbeleuchtung (Sicherheitszeichen) muss im Notfall eine schnelle und zuverlässige Orientierung bieten. Maße und Darstellungen der Sicherheitszeichen sind genormt.

Eine weitere Vorschrift ist die Feuer- und Hitzebeständigkeit von Fenstern und Glasflächen öffentlicher Gebäude. Brandschutzglas verhindert eine weitere Ausbreitung des Feuers. Besonders viele Vorteile bietet Brandschutzglas mit evguard®️-Folie:

  • ein leichteres Gewicht als herkömmliches Verbundglas
  • eine extrem hohe Hitzebeständigkeit
  • es ist frei von PVB (schadstoffhaltige Weichmacher)
  • es ist als One-way-vision erhältlich
  • die stilvolle Optik integriert sich perfekt in moderne architektonische Konzepte

Löschanlagen, Brandmeldealarm und ein sinniges Brandschutzkonzept

Der bauliche Brandschutz wird um den anlagentechnischen und den organisatorischen ergänzt.

Die Anlagentechnik umfasst Meldeanlagen wie Feuer-, Rauch- und CO2-Melder. Ein Feueralarm warnt im Notfall akustisch und visuell.

In Bezug auf Feuerlöschanlagen unterscheidet man in selbsttätige und nicht selbsttätige. Nicht selbsttätige Löschanlagen sind beispielsweise Feuerlöscher oder Löschdecken. Feuerlöscher funktionieren mit Löschschaum oder Kohlendioxid. Selbsttätige Löschanlage ist beispielsweise eine Sprinkleranlage. Brandschutzbezogene Anlagentechnik dämmt kleinere Feuer wirkungsvoll ein, sodass größere Sach- und Personenschäden verhindert werden.

Organisatorischer Brandschutz beinhaltet die Erstellung eines Brandschutzkonzepts, sowie die Ernennung eines Brandschutzbeauftragten, der für dessen Umsetzung verantwortlich ist. Er prüft die Einhaltung brandschutztechnischer Verordnungen und sensibilisiert Mitarbeiter hinsichtlich der Verhütung von Bränden. Im Zweifelsfall kann besonnenes Handeln Menschenleben retten. Der Gesetzgeber sieht vor, dass mindestens 5 % der Mitarbeiter eines Unternehmens zu Brandschutzhelfern ausgebildet werden müssen.

Im Betrieb helfen einige Maßnahmen das Brandrisiko nachhaltig zu minimieren:

  • Fluchtwege und Notausgänge müssen immer (!) freigehalten werden.
  • Elektronische Geräte dürfen nicht längere Zeit im Stand-by-Modus verbleiben, da so die Gefahr eines Kabelbrands oder Kurzschlusses besteht.
  • Mehrfachsteckdosen dürfen nicht zu mehreren hintereinander geschaltet werden.
  • Wasserkocher und Kaffeemaschine müssen auf nicht brennbaren Unterlagen stehen.
  • Für brennbare Abfälle wie Altpapier sollte ein Lagerplatz außerhalb des Gebäudes eingerichtet werden.

Zahlreiche günstige und hochpreisige Anlagen rund um den Brandschutz bieten eine breite Palette an Möglichkeiten. Neben dem Schutz materieller Güter ist die Schaffung eines sicheren Arbeitsumfelds der größte Vorteil einer aktiven Brandverhütungspolitik.

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