Montag , 26. September 2022
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Auf diese Weise verändert Corona die Logistik

2022-08-08-Logistikunternehmen
Quelle: Jake Nebov / unsplash.com
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Seit Ausbruch der Pandemie Covid-19 im Jahr 2020 hatte die Logistikbranche sehr schwer mit den neuen Herausforderungen zu kämpfen. Zu den gravierendsten Einbußen zählten Engpässe und Totalausfall in den Warenströmen und in den Lieferketten.

Da wir zum größten Teil von der Weltmacht China abhängig sind, ist es nicht verwunderlich, dass es zu derartigen Totalausfällen gekommen ist, da Werke und Fabriken einfach geschlossen wurden und die gesamte chinesische Produktion auf Sparflamme heruntergefahren wurde. So kam es dazu, dass viele Branchen massive Schwierigkeiten hatten, ihre Produkte und Zulieferteile in gewohnter Manier zu erhalten.

Schwer gezeichnet von der Covid-19-Krise war vor allem die Automobilindustrie. Diese ist auf Lieferungen „Just-in-time“ und „on demand“ angewiesen. So konnte die Automobilproduktion in gewohntem Ausmaß nicht mehr gewährleistet werden. Die Grenzkontrollen in den meisten europäischen Ländern führten zudem zu Verzögerungen durch Staus und lange Kontrollen.

Umsatzeinbußen in der Logistik durch Covid-19

Laut Schätzungen zufolge erlitt jedes vierte Logistikunternehmen in Deutschland massive Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent. Dies sei rein auf die Covid-19-Krise zurückzuführen. Mehr als 90 Prozent aller Unternehmen hatten und haben bis heute mit den negativen Kollateraleffekten zu kämpfen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in dieser Zeit von einem Bruttowertschöpfungsrückgang bezüglich des europäischen Frachtverkehrs und der gesamten Logistik von rund 8,6 Prozent ausgehen musste.

Aufgrund dieser niederschmetternden Tendenzen zeigten sich Logistikunternehmen im vergangenen Wirtschaftsjahr 2021 eher pessimistisch. Laut einer Erhebung eines Meinungsforschungsinstituts gaben rund 70 Prozent der befragten Logistiker zu Beginn des Jahres 2021 an, dass die Auswirkung der Pandemie auf das eigene Logistikunternehmen in den kommenden Monaten tendenziell stark oder sehr stark sein werde. Trotz negativer Grundstimmung hat die Logistikbranche die Pandemie Covid-19 zu aller Überraschung gut amortisiert.

Stand heute kann man sagen, dass die Logistikbranche die Hürden gut überbrücken konnte und smarte Lösungen in den Bereichen der Zulieferung und der Versorgung sicherstellen konnte. So hat die Deutsche Bahn (DB Cargo) spezielle „Pastazüge“ aus Italien organisiert. Die Luftfracht ging dazu über, Passagierflugzeuge zu Frachtmaschinen umzufunktionieren, um Masken, Medikamente und Desinfektionsmittel zu transportieren. So gelang es der Logistikbranche auch, die Impfstoffversorgung zu gewährleisten. Als Resümee kann man sagen, dass uns die Logistik erklärt, dass Stand 2022 bei vielen Unternehmen bereits wieder ein Aufwärtstrend zu verbuchen ist.

Der Straßentransport und Covid-19

Durch die vermehrten Grenzkontrollen kam es speziell beim Straßengüterverkehr zu massiven Verzögerungen durch endlos lange Staus. Lkws mussten teilweise mehr als 10 Stunden an den polnisch-deutschen Grenzen warten. Ein Großteil aller Lkw-Fahrer musste bei einer privaten Rückfahrt nach Polen zudem 14 Tage in Quarantäne.

So vielen viele Fahrer für deutsche Logistikunternehmen aus. Zunehmende Erschwernis kam hinzu, da Lkw-Fahrer sehr häufig nicht mehr auf das Werksgelände zum Entladen fahren durften. So war Improvisationstalent gefragt. Insgesamt verzeichnete der weltweite Straßentransport Umsatzeinbußen von zirka 550 Milliarden Euro. Alarmierende Zahlen, jedoch steht ein aktuelles Wachstum ins Haus. So erwartet der Bundesverband der Spediteure schwarze Zahlen und somit ein Wachstum. Vor allem muss die Straßentransportlogistik am akuten Fahrermangel arbeiten.

Die Luft- und Seefracht und Covid-19

Zwar wurde die Luftfracht vermehrt zum Transport von Masken und Impfstoffen eingesetzt, jedoch kam es dennoch zu massiven Einbußen durch Grenzschließungen und eine retrograde Produktnachfrage, sowie diversen Produktionsstopps. Dadurch sind die Frachtkosten in die Höhe geschnellt. Benötigte Güter konnten via Langstrecken

nicht mehr binnen kurzer Zeit geliefert werden. Viele Häfen durften nicht angesteuert werden und in Italien wurden die meisten Frachthäfen sogar aufgrund der Pandemie komplett geschlossen. Hinzu gesellte sich das Problem der steigenden Transportpreise bei gleichzeitigem Mangel an Leercontainern. So stapelten sich beispielsweise in China die Container an den Reedereien.

Der Schienengüterverkehr und Covid-19

Einzig und allein der Schienengüterverkehr schien am wenigsten von der Pandemie Covid-19 betroffen gewesen zu sein. Zu Beginn des Virusausbruchs gelang es dem Schienengüterverkehr durch Sonderverkehre die Auswirkungen auf die Logistik zu amortisieren. Lebensmittel konnten durch die Deutsche Bahn für die Supermärkte angeliefert werden, da die Lkws teilweise mit massiven Verzögerungen zu kämpfen hatten. Die Deutsche Bahn konnte mit wenig Personaleinsatz ein großes Gütervolumen transportieren und das quer durch Europa.

Zu sagen jedoch wäre, dass DB Cargo die Pandemie sehr wohl gespürt hat. Die zwei Hauptkunden von DB Cargo sind die Automobilindustrie, sowie die Stahlindustrie. Diese zwei Sektoren litten unter massiven Umsatzeinbußen und Produktionsrückläufen. Dies führte dazu, dass weniger Güter per DB Cargo transportiert wurden.

Fazit

Quasi alle Transportbereiche wie

  • der Schienenverkehr
  • die Luftfracht
  • die Seefracht
  • die Straßenfracht

litten und leiden immer noch an den Postumen von Covid-19. Ein leises Wirtschaftswachstum und eine Erholung aus der Krise ist jedoch scheu zu verbuchen. Vor allem in der Straßenfracht müssen Logistikunternehmen dafür sorgen, dass vermehrt qualifizierte Fahrer zum Einsatz kommen, um etwaige Ausfälle zu kompensieren.

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