Montag , 14. Juni 2021

Getriebemotoren – aus der Industrie nicht wegzudenken

Getriebemotoren sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Sie bestehen aus einem Motor und einem Getriebe. Dabei weist die Abtriebswelle meist eine kleinere Drehzahl als die Motorwelle auf. Alternativ dazu gibt es Direktantriebe, die einen besseren Gesamtwirkungsgrad erzielen.

Getriebemotoren als eine Form des Antriebs

Bild von Pavlofox auf Pixabay

Getriebemotoren basieren auf der Entwicklung des deutschen Konstrukteurs Albert Bruchsaler, der 1927 ein Patent für ein “Motor-Getriebeaggregat” anmeldete. Kernstück ist das Getriebe, dass über seine Zahnradpaare die Kraft des Motors von der Motorwelle auf die Abtriebswelle überträgt. Das Getriebe wandelt Drehzahl und Drehmoment, was meistens zu einer Verlangsamung der Drehgeschwindigkeit führt. Gleichzeitig lassen sich höhere Drehmomente erreichen.

Getriebemotoren finden in vielen Bereichen Anwendung. In der Produktion versehen sie ihren Dienst beim Heben und Senken verschiedenster Güter. In der Automobilindustrie kommen sie nicht nur in den Produktionsstätten zur Anwendung, sondern auch in den Fahrzeugen. Scheibenwischer würden beispielsweise ihren Dienst ohne diese Aggregate nicht versehen. An den Gepäckbändern am Flughafen würden Reisende lange warten, wenn es keine Getriebemotoren gäbe. Im häuslichen Bereich sind sie beispielsweise in Rollläden oder Jalousien zu finden.

Schneckengetriebemotoren

Beim Schneckengetriebe steht die Abtriebswelle senkrecht zur Antriebswelle. In diesem Fall besteht das Getriebe jedoch aus einer schraubenförmigen Schneckenwelle und dem Schneckenrad, das ein Zahnrad ist. Diese Getriebe zeichnen sich durch ein geringes Geräusch und eine recht hohe Belastbarkeit aus. Durch eine permanente Reibung erfordert das Getriebe meist eine Kühlung.

Schneckengetriebemotoren sind mit Dreh-, Wechsel- und Gleichstrom einsetzbar und finden in vielen Bereichen der Industrie Verwendung. Moderne Getriebe eignen sich für beide Drehrichtungen und zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und Wartungsarmut aus. Dafür verwendet der Hersteller geschliffene und gehärtete Stahlschnecken. Hervorragende Gleiteigenschaften garantieren die Schneckenräder aus Sonderbronze. Damit wartungsarme und zuverlässige Schneckengetriebe leise laufen und haltbar sind, werden spezielle Fließöle und -fette verwendet, die eine Nachschmierung normalerweise nicht erfordern.

Neben standardisierten Motoren bauen innovative Hersteller auch Sondermodelle, die individuelle Wünsche von Kunden berücksichtigen. Auch Einzelanfertigungen oder Kleinserien sind dabei kein Problem. Neben kurzen Lieferfristen sollten Kunden auf einen guten Service achten. Zu ihm gehört, dass Ersatzteile auch für ältere Modelle immer noch verfügbar sind.

Weitere Getriebearten

Die Getriebearten können ein- und mehrstufig sein. Bei Getriebemotoren kommen vorwiegend drei weitere Getriebearten zum Einsatz. Beim Kegelradgetriebe verhält sich die Achse der Abtriebswelle zur Antriebswelle senkrecht. Es wird auch Winkelgetriebe genannt, weil beide Wellen in einem Winkel zueinander stehen. Der Schnittwinkel beträgt häufig 90° und die Achsen weisen einen gemeinsamen Schnittpunkt auf. Mit Kegelrädern sind oft Hobel- und Fräsmaschinen ausgestattet.

Planeten- oder auch Umlaufgetriebe besitzen neben gestellfesten Wellen Achsen, die im Gestell auf Kreisbahnen laufen. Das Getriebe setzt sich aus je einem zentrierten Sonnenrad und Hohlrad sowie auf umlaufenen Achsen gelagerten Planetenrädern zusammen. Umlaufgetriebe lassen sich auch aus mehreren ineinander oder hintereinander geschalteten Umlaufradsätzen bauen. Solche Konstruktionen kommen bei der Fahrrad-Nabenschaltung vor. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind Verteilgetriebe bei der Leistungsübertragung auf die zwei Räder der Antriebsachse des Automobils.

Bei einem Stirnradgetriebe verhalten sich die Achse von Antriebs- und Abtriebswelle parallel, aber versetzt voneinander. Sie kommen in Uhrwerken oder in Schaltgetrieben von Kraftfahrzeugen vor. Mehrstufige Getriebe entstehen durch das Hinzufügen zusätzlicher Wellen und Zahnräder. Vorteile liegen in der einfachen Bauweise, allerdings sind die Getriebe vergleichsweise schwer und laut.

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