Mittwoch , 30. November 2022
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Deutsche Firmen in Krisenzeiten

Die Corona-Pandemie hat viele Firmen hart getroffen. Zahlreiche Betriebe mussten vorübergehend die Arbeit ganz oder teilweise einstellen, viele Arbeiten mussten ins Home-Office umgestellt werden und immer wieder fielen wichtige Arbeitskräfte aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen aus. Jetzt wäre die Zeit, aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen – doch wie fängt man dabei am besten an?

Kurzfristige gegen langfristige Maßnahmen

2022-11-10-Firmen
Figure 1 Foto von Andrea Piacquadio: https://www.pexels.com/de-de/foto/verzweifelt-vertriebener-mannlicher-unternehmer-der-nahe-fenster-steht-3771129/

Viele Firmen machen in Krisenzeiten den gleichen Fehler: Sie konzentrieren sich auf kurzfristige Maßnahmen, die schnell wirken sollen, langfristig das Problem aber nicht lösen. Statt langfristige Pläne zu schmieden und zukünftigen Krisen vorzubeugen, fokussieren sich Firmen immer wieder auf den Moment und kurzzeitige Hilfsmittel. Oft verschlimmern die kurzfristigen Maßnahmen das Problem sogar auf lange Sicht, da der Betrieb nicht lernt, neuen Krisen stärker zu begegnen. Wichtig ist jetzt also vor allem: Den Blick auf die Zukunft richten.

Ein Betrieb sollte sich auf zukünftige mögliche Szenarien konzentrieren: Wo wollen wir als Betrieb hin? Wie begegnen wir der nächsten Krise stärker? Was können wir jetzt verbessern, dass uns langfristig stabiler macht? Solche Maßnahmen können beispielsweise energiesparende Maßnahmen sein, die ihre Wirkung erst nach langer Zeit sichtbar machen (dann aber erheblich sind). Auch Rücklagen und eine Verbesserung im Bereich der Produktion können sinnvolle Maßnahmen sein. Alle Prozesse dieser Art benötigen Zeit, lohnen sich aber im Endeffekt viel mehr, als kurzfristige Schein-Lösungen.

Trennung vom Unnützen

Wer zukünftig stärker durch die Krisen gehen möchte, muss Raum für Neues schaffen. Dazu gehört auch, sich von allem zu trennen, was der Firma keinen Nutzen bringt. Alles, was längst überholt, veraltet, kaputt oder anderweitig hinderlich im Zukunftsprojekt ist, darf raus. Dazu gehören einerseits veraltete Arbeitsprozesse (beispielsweise solche, die sich langfristig als unproduktiv herausgestellt haben oder zu einer hohen Mitarbeiterüberlastung führen), andererseits auch alle unbrauchbaren Gegenstände. Wer noch alte Monitore, kaputte Rechner, Akten, die längst nicht mehr aufbewahrt werden müssten oder ähnliche Dinge im Lagerraum hat, sollte endlich mal wieder ausmisten: Container bestellen und raus mit allem, was nur im Weg steht. Oftmals hilft so ein Reinigungsprozess dabei, zu erkennen, wo wirklich Bedarf für neue Innovationen und Strukturen herrscht.

Fazit – den Blick auf die Zukunft richten

Betriebe müssen jetzt den Blick auf die Zukunft lenken und langfristig denken. Kurzfristige Lösungen wie schnelle Einsparungen helfen in der Regel nicht, die nächste Krise besser zu bewältigen. Wer jetzt auf langzeitliche Lösungen und Verbesserungen setzt, wird nicht nur aus der jetzigen Krise stärker hervorgehen. Eine solche Firma wird auch der nächsten Krise stabiler begegnen. Und so viel ist leider sicher: Krisen kommen immer wieder – aber sie können auch immer wieder überwunden werden.

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