Freitag , 19. Juli 2019
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„Diversität steigert den Unternehmenserfolg“

Merching – Erfolgreich mit gelebter Vielfalt: Mit knapp 90 Millionen Euro Umsatz war 2015 für die FORUM MEDIA Group das umsatzstärkste Jahr der Firmengeschichte. Das auf vier Kontinenten tätige Unternehmen beschäftigt weltweit inzwischen mehr als 1.000 Mitarbeiter, davon rund 65 Prozent Frauen. Der hohe Frauenanteil spiegelt sich auch in den Führungspositionen der Mediengruppe: 65 Prozent der Führungskräfte des Unternehmens sind weiblich, darunter drei der fünf FORUMGeschäftsführer.

In der überwiegend von Männern dominierten deutschen Medienbranche ist das 1988 gegründete Unternehmen damit eine klare Ausnahme: Rund 90 Prozent aller deutschen Medien werden von Männern geleitet, schätzt die Initiative „Pro Quote“. Der Verein setzt sich für eine verbindliche Frauenquote von 30 Prozent im Journalismus ein.

“Eine ausgewogene Zusammensetzung des Teams bringt viele Vorteile für ein Medienunternehmen und seine Kunden“, ist auch Kerstin Kuffer, CEO der FORUM MEDIA GROUP, überzeugt.

Das Führungsteam der FORUM MEDIA GROUP (von links): Ronald Herkert (Firmengründer, Vorsitzender des Beirats), Kerstin Kuffer, Alfred Heintze, Ekaterina Stroganova, Mihaela Mravlje, Norbert Bietsch. Quelle: FORUM MEDIA GROUP GMBH
Das Führungsteam der FORUM MEDIA GROUP (von links): Ronald Herkert (Firmengründer, Vorsitzender des Beirats), Kerstin Kuffer, Alfred Heintze, Ekaterina Stroganova, Mihaela Mravlje, Norbert Bietsch. Quelle: FORUM MEDIA GROUP GMBH

Frau Kuffer, wie erklären Sie sich den hohen Frauenanteil in Ihrem Unternehmen?

Kuffer: „Zum einen haben wir bei FORUM eine offene Unternehmenskultur. Bei uns stehen Potenzial und Leidenschaft einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters im Vordergrund. Unsere Kunden sind sehr heterogen, gerade im Business-toBusiness-Bereich. Das Spektrum reicht vom selbstständigen Handwerker über kommunale Entscheidungsträger bis hin zum global agierenden DAX-Unternehmen. Dementsprechend achten wir auch bei der Personalauswahl auf eine Vielfalt an unterschiedlichen Talenten, Charakteren und Perspektiven.

Zum anderen bemühen wir uns, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimale und familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu bieten. Dazu zählen geregelte Arbeitszeiten – im Medienbetrieb nicht unbedingt die Regel –, Teilzeit-Möglichkeiten auch für Führungskräfte, eine offene Feedback-Kultur, intensive betriebliche Gesundheitsförderung, individuelle Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten und Angebote der Kinderbetreuung. Seit 2015 sind wir Mitglied im Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“. Das alles macht uns als Arbeitgeber insbesondere auch für Frauen attraktiv.“

Welche Vorteile hat ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis für ein Medienunternehmen?

Kuffer: „Wir haben bei FORUM die Erfahrung gemacht, dass bunt gemischte Teams Herausforderungen oftmals kreativer und innovativer angehen als eher homogene Gruppen. Das hilft uns dabei, flexibel auf sich ändernde Kundenbedürfnisse zu reagieren.

Diese Erfahrung wird übrigens auch durch verschiedene wissenschaftliche Studien gedeckt: Je mehr Perspektiven die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbringen, desto höher ist die Fähigkeit einer Firma, mit Veränderungen umzugehen. Insofern ist eine gemischte Zusammensetzung der Belegschaft – was das Geschlecht, aber auch andere Faktoren wie Alter oder die soziale Herkunft betrifft – eine wichtige Grundlage für den nachhaltigen Erfolg und die Kultur eines Unternehmens.“

Dennoch haben es Frauen in Medienberufen – gerade auf Führungsebene – bislang eher schwer …

Kuffer: „Meiner Meinung nach ist der Einfluss von Frauen in der deutschen Medienlandschaft bereits heute größer, als es der reine Blick auf die Statistik vermuten lässt. Denken wir etwa an Marion Horn an der Spitze der BILD am Sonntag, Miriam Meckel bei der Wirtschaftswoche, Julia Jäkel bei Gruner+Jahr, Yvonne Bauer, Friede Springer, Liz Mohn oder jüngst die Ernennung von Tanit Koch zur BILD-Chefredakteurin.

Natürlich gibt es in vielen Redaktionen noch einen Nachholbedarf, was den Anteil und die Karrierechancen von Frauen betrifft. Der Blick auf die Zahlen verrät aber, dass sich hier in den letzten Jahren – auch ohne eine verbindliche Quote – bereits viel getan hat. Eine Umfrage des Branchenmagazins journalist hat ergeben, dass bei den großen Medienhäusern der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen ist.

Das große Umdenken hat also bereits stattgefunden: Immer mehr Verlage wissen, dass es zum langfristigen Erfolg wie zur Kultur eines Unternehmens positiv beiträgt, wenn sie die Potenziale ihrer Mitarbeiterinnen gezielt fördern.“

Quelle: FORUM MEDIA GROUP GMBH

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