Dienstag , 20. November 2018
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Mit moderner Technik schneller surfen

Aus dem Leben vieler ist das Internet heute gar nicht mehr wegzudenken. Manche erinnern sich zwar noch an die Kindheit, wo man jedes Mal in ein Einkaufszentrum oder ein Spezialgeschäft fuhr, wenn man etwas brauchte und der Urlaub oder der Geschäftstrip in einem Reisebüro gebucht wurde. Heute hingegen kann man diese Dinge immer und überall erledigen, wo ein Internetanschluss vorhanden ist. Ein Blick auf den Laptop, das Smartphone oder ein anderes internetfähiges Ausgabegerät reicht und schon kann es mit der virtuellen Shoppingtour losgehen. In den Anfängen der virtuellen Welt waren Deutsche noch eher zögerlich. 1995 nutzen hierzulande gerade einmal 1,8 Prozent der Bevölkerung das Internet. Damals lagen meistens berufliche Gründe vor, um sich damit zu beschäftigen. Danach ging es mit der Verbreitung allerdings rasch voran. Zur Jahrtausendwende waren schon mehr als 30 Prozent aller Deutschen regelmäßig online, 2005 bereits mehr als zwei Drittel. 2017 gaben 89 Prozent aller an, das Internet regelmäßig zu benutzen. Sieht man sich diese Entwicklung an, wird rasch klar, warum so viel in die Entwicklung neuer Methoden der Datenübertragung gearbeitet wird. Der Ausbau des sogenannten Breitbandinternets steigt stetig voran, um Kunden eine schnellere und stabilere Verbindung zu garantieren.

Breitbandinternet für bessere Verbindungen

Einige erinnern sich vielleicht noch an die Zeit, wo man sich mit einem Modem einwählen musste, um in das Internet zu kommen. Das brauchte mitunter etwas Zeit. Kaum mehr vorstellbar in der heutigen Zeit wo man mit dem Smartphone eigentlich überall Zugriff hat. Möglich macht das die moderne Technik, allen voran das Breitband Internet. Was viele nicht wissen ist, dass es sich dabei um einen Sammelbegriff für Internetverbindungen mit einer hohen Übertragungsrate handelt. Diese kann auf verschiedene Arten erreicht werden:

  • Über die Telefonleitung: Dabei wird in der Regel eine Doppelader aus Kupfer genutzt, also eine Leitung mit zwei Drähten, wobei eines für Sprachdaten (Telefonieren) und das andere für Datentransfer (Internet) verwendet wird. Hier werden die Datensignale über Stromimpulse weitergegeben
  • Eine weitere Möglichkeit ist der Internetempfang über Kabelfernsehen
  • Als modernste Variante gilt das Glasfaser-Internet, wo die Datensignale mit Lichtsignalen weitergeleitet werden.

Im Jahr 2017 nutzten bereits 98 Prozent aller Haushalte, die an das Internet angeschlossen waren, das schnellere Breitbandnetz um E-Mails zu versenden, zu arbeiten, zu spielen oder einzukaufen. Der große Vorteil liegt in der schnelleren Leitung. Diese möchte die Wirtschaft noch weiter verbessern, indem sie den Ausbau des Glasfaserkabels vorantreibt.

Glasfaserkabel – was dahinter steckt

Foto: blickpixel / pixabay.com

Glasfaser ist eine Möglichkeit, Lichtwellenleiter (LWL) zu nutzen. Oft werden diese Begriffe als Synonyme verwenden, was gemäß der Definition nicht ganz stimmte. Lichtwellenleiter ist nämlich sozusagen ein Überbegriff. Als LWL fungiert nicht nur Glasfaser, auch Kunststoff und andere Materialien werden dafür verwendet. Für das Internet werden allerdings Glasfasern bevorzugt und das aus gutem Grund. Als der Boom des Internet so richtig anfing, sahen Techniker die Notwendigkeit, Firmen und privaten Haushalten eine schnellere und stabilere Internetverbindung zu bieten. Schließlich hat sich in den Jahren nicht nur der Anteil der Nutzer, sondern auch das Verhalten der User geändert. Während man sich anfangs eher passiv verhielt und vorwiegend E-Mails versandte und sich Webseiten ansah, agieren User heute aktiver. Sie laden sich Videos und Musik aus der virtuellen Welt herunter oder spielen Online Abenteuerspiele. Dabei ist eine schnelle und störungsfreie Verbindung ganz besonders wichtig. Eine weitere Entwicklung, die zu einem erhöhten Datenvolumen führt, sind Cloud Dienste. Da immer mehr Menschen Remote Work nutzen, also unabhängig von einem bestimmten Arbeitsplatz dort arbeiten, wo sie sich gerade befinden, ist die Speicherung von Daten auf einem bestimmten Endgerät nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr kommen Server zum Einsatz, auf die man über einen Browser zugreifen kann. Der große Vorteil dabei ist, dass mobiles Arbeiten leichtgemacht und mehrere Personen Zugriff auf wichtige Dokumente haben.

Womit Glasfaser punktet

Kritiker bemängeln manchmal die hohen Kosten, die durch den Ausbau des Glasfaserkabels entstehen. Doch es ist dringend notwendig, sich bei der erhöhten Nachfrage nach Alternativen zu dem bisher verwendeten Kupferkabel umzusehen. Kupfer ist ein Rohstoff, der nicht in unendlicher Fülle zur Verfügung steht. Für die Glasfasererzeugung hingen werden Sand, Kalzium- und Magnesiumkarbonat sowie Soda miteinander verschmolzen. Stoffe also, die auf der Welt in weit größerer Menge zur Verfügung stehen wie Kupfer. Weitere Vorteile sind:

  • Überzeugende Geschwindigkeit
  • Hohe Qualität der Leitungen
  • Relativ unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Magnetfeldern, etc.
  • Umweltfreundlich: erzeugt keine elektromagnetische Strahlung und braucht für die Übertragung weniger Energie als ein Kupfernetz

Allerdings sind Glasfaserkabel sehr empfindlich. Wer sich ein LWL Kabel vorkonfektioniert in einer gewünschten Länge kauft, darf dieses nicht knicken. Dadurch brechen nämlich die heiklen Glasfasern im Inneren des Kabels und es ist keine Übertragung mehr möglich. Aus diesem Grund herrschen beim Verlegen von Glasfaserkabeln oberste Sicherheitsmaßnahmen. Ist das Kabel erst einmal sicher im Boden fixiert, bietet es jedoch Stabilität und ist weit weniger störanfällig wie andere Arten der Datenübertragung. Der weitere Ausbau des Glasfasernetzes ist eine Investition in die Zukunft, die sich garantiert lohnt.

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