Freitag , 19. Oktober 2018
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Produktionsnetzwerk fit für die Zukunft

Stuttgart/Mannheim/Neu-Ulm – Daimler Buses ist der größte und rentabelste Bushersteller der Welt. Um an den europäischen Standorten fit für die Zukunft zu bleiben, haben sich Unternehmen und Betriebsrat auf ein Zukunftspaket zur Effizienzsteigerung in der Produktion verständigt. Zudem wird Daimler Buses konsequent weiter die Mobilität der Zukunft gestalten. Insgesamt werden dazu in den nächsten Jahren rund 340 Millionen Euro investiert. Davon werden rund 140 Millionen Euro an den europäischen Standorten in optimierte Strukturen und effizientere Prozesse fließen. In diesem Zusammenhang verlängert die EvoBus GmbH auch die Zukunftssicherung für ihre Beschäftigten an den deutschen Standorten bis Ende 2024.

Darüber hinaus treibt das Geschäftsfeld Daimler Buses die Umsetzung der CASE-Strategie weiter voran und investiert hier rund 200 Millionen Euro alleine bis 2020, weitere Investitionen in CASE und damit in die Zukunft von Daimler Buses sollen folgen. CASE steht bei Daimler für die Zukunftsthemen Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric). Ein wesentlicher Anteil fließt dabei in Kompetenzaufbau, Entwicklung und Produktion von Elektro-Bussen. Das Werk in Mannheim wird 2018 den ersten batterieelektrischen Stadtbus in Serie fertigen. Ein weiteres Investitionsfeld: Die in Neu-Ulm ansässige Entwicklungsmannschaft wird sich auch zukünftig stark dem teilautomatisierten und autonomen Fahren widmen.

Produktionsnetzwerk fit für die Zukunft
Quelle: Daimler AG

„Wir sind weltweit der einzige Hersteller, der in Deutschland noch Stadt- und Reisebusse fertigt. Darauf sind wir stolz! Mit dem vereinbarten Zielbild für unser europäisches Produktionsnetzwerk haben wir einen entscheidenden Meilenstein erreicht, damit das auch in Zukunft so bleibt“, sagt Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses & Vorsitzender der Geschäftsführung EvoBus GmbH. „Unsere Strukturen sind über die Jahre gewachsen, gerade in Europa. Wir haben in den vergangenen Monaten die Arbeitsteilung zwischen den Standorten intensiv analysiert und ein neues Zielbild entworfen. In den nächsten Jahren investieren wir rund 140 Millionen Euro in unser Produktionsnetzwerk, um noch besser, effizienter und wettbewerbsfähiger zu werden. Klar ist: Wir bauen dabei auch in Zukunft auf unsere zwei starken Standorte in Deutschland. Darüber hinaus investieren wir bei Daimler Buses konsequent in die Umsetzung der CASE-Strategie, um die Zukunft der Mobilität zu gestalten und Lösungen anbieten zu können, mit denen sich Kunden und Nutzer sicher, flexibel und emissionsfrei bewegen können.“

Effizienter und wettbewerbsfähiger bei verbesserter Prozessqualität

Die Produktionsstandorte der EvoBus in Mannheim und Neu-Ulm sowie Holýšov in der Tschechischen Republik arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich Hand in Hand. Allerdings sind Strukturen und Arbeitsteilung über die Zeit gewachsen und so für moderne Produktionsabläufe nicht mehr zeitgemäß. Mit der jetzt beschlossenen Entflechtung können weitere Effizienzen im Produktionsverbund erschlossen und Qualitätsprozesse nochmal verbessert werden.

„Das Zielbild bringt un s klare Strukturen und Verantwortlichkeiten für unsere Standorte und ermöglicht gleichzeitig mehr Flexibilität. Jeder Standort fokussiert sich künftig auf bestimmte Kernkompetenzen. Dadurch werden die Prozesse einfacher und Zulieferwege kürzer“, ergänzt Dr. Marcus Nicolai, Leiter Produktion bei Daimler Buses. „Die EvoBus Werke in Mannheim und Neu-Ulm bleiben das Rückgrat unseres Produktionsverbunds. Dazu machen wir sie noch wettbewerbsfähiger. Mannheim wird als Kompetenzzentrum Stadtbus unter anderem ab 2018 den ersten batterieelektrischen Bus in Serie fertigen. Unser Kompetenzzentrum Reisebus in Neu-Ulm arbeitet verstärkt an Sicherheits- und Assistenzsystemen, unter anderem für das autonome Fahren. Unser Werk im tschechischen Holýšov übernimmt zukünftig die Fertigung des kompletten Reisebus-Rohbaus und beliefert weiterhin den Stadtbusrohbau mit Komponenten. Der Rohbau in Mannheim wird damit speziell auf den Stadtbusrohbau und E-Mobilität ausgelegt.“

Joachim Horner, Betriebsratsvorsitzender Standort Mannheim: „Wir werten es als Erfolg, dass wir die Investitionen in Höhe von
200 Millionen Euro in Zukunftsthemen wie die Elektromobilität für die deutschen Bus-Standorte vereinbaren konnten. Der Batterie-Bus wird in Mannheim entwickelt und ab 2018 produziert. Zusammen mit der Verlängerung der Zukunftssicherung bis Ende 2024 ist dies ein wichtiger Schritt, die Arbeitsplätze und die Beschäftigung der Belegschaft langfristig zu abzusichern.“

Friedrich Beck, Betriebsratsvorsitzender Standort Neu-Ulm: „Erstmalig hat die Belegschaft am Standort Ulm eine Garantie auf die 35-Stunden-Woche – und das unabhängig von den Auftragseingängen für den Reisebus Setra. Das ist ein großer Verhandlungserfolg. Durch eine flexible Verlagerung von Produktionsumfängen aus der Türkei ist die Beschäftigung langfristig abgesichert.“

Das Zielbild im Detail: Was ändert sich im Produktionsnetzwerk?

Ein Überblick über die wesentlichen Neuerungen:

Entflechtung Prozessweg Stadtbus:

  • Bislang schickt das Werk Mannheim die Stadtbus-Karossen (über 3.000 Einheiten pro Jahr) nach Neu-Ulm zur Lackierung. Anschließend wurden die Karossen zur Montage wieder zurück nach Mannheim transportiert. Das ist mit hohem logistischem Aufwand verbunden.
  • Zukünftig entfällt für Stadtbus-Karossen der Hin- und Rückweg nach Neu-Ulm. Die Lackierung erfolgt im sogenannten Offline-Lackierverfahren. Der Bus wird in diesem Verfahren nicht in Gänze lackiert, Außenhautteile werden separat lackiert und anschließend montiert.

Einlinige Montage:

  • Dank einheitlicher, schlanker Produktionsprozesse erfolgen so viele Arbeitsschritte wie möglich direkt entlang der Produktionslinie. Beispielsweise erfolgen zukünftig die Erstbefüllung von Flüssigkeiten (Kraftstoff, Öl, etc.) sowie Bremsenprüfung und Achsvermessung direkt in der Montagelinie. Dadurch entfallen die bisherigen zusätzlichen Prozessschritte an separaten Arbeitsstationen.

Klare Zuständigkeiten der europäischen Produktionsstandorte:

  • Mannheim wird als Kompetenzzentrum Stadtbus ausgebaut: Neben der Produktion von Mercedes-Benz Stadt- und Überlandbussen liegt ein starker Fokus auf dem Thema Elektromobilität: Das Werk in Mannheim wird 2018 den ersten batterieelektrischen Bus in Serie fertigen. Dazu werden in Mannheim die entsprechenden Entwicklungskompetenzen gestärkt.
  • Neu-Ulm wird das „Kompetenzzentrum Reisebus“: Neben der Produktion von hochwertigen und sehr kundenspezifischen Setra Reisebussen wird sich die in
    Neu-Ulm ansässige Entwicklungsmannschaft verstärkt auch dem Thema „autonomes Fahren“ sowie der Entwicklung moderner Sicherheitssysteme widmen.
  • Der Rohbau in Holýšov wird ausgebaut: Der Standort in Tschechien produziert zukünftig alle Rohkarossen für die in
    Neu-Ulm gefertigten Fahrzeuge. Der bisherige Weg von diversen Umfängen über Mannheim nach Neu-Ulm entfällt durch diesen zusätzlichen Aufbau von Fertigungskompetenzen.
  • Das hochflexible Werk im französischen Ligny-en-Barrois wird auch weiterhin Stadt- sowie Überlandbusse im Mix montieren.

Quelle: Daimler AG

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